Parasiten

 

Parasitologische Untersuchung

Die Untersuchung erfolgt mit Flotation und modifiziertes Sedimentation (MIFC) Verfahren zum Nachweis von Wurmeiern und Protozoen. Sie sind abzugrenzen von passageren Stadien, die gelegentlich ebenfalls im Kot nachgewiesen werden, beispielsweise Milbeneier, die mit dem Futter aufgenommen werden und nicht der Verdauung unterliegen.

Bitte beachten Sie: Die Sensitivität lässt sich durch Sammelkotproben von drei verschiedenen Kotabsätzen erhöhen. Die Menge der nachgewiesenen Parasitenstadien korreliert aufgrund der schwankenden Ausscheidungsrate nicht mit der Parasitenbürde.

 

McMaster Verfahren

Das McMaster Verfahren wird verwendet um nicht nur das Vorhandensein von Parasiteneiern in Kotproben abzuklären sondern gleichzeitig eine Aussage über den Gehalt zu machen. Zahlreiche Parasitologen sind der Meinung, dass Pferde heute Parasiteneiern darauf hinweist (ca. ab 250 Stück), dass eine antiparasitäre Behandlung auch wirklich notwendig und sinnvoll ist.

Bitte beachten Sie: Die Sensitivität lässt sich durch Sammelkotproben von drei verschiedenen Kotabsätzen erhöhen.

 

Auswanderungsverfahren

Durch das Auswanderungsverfahren werden spezifisch Lungenwurmlarven nachgewiesen. Bei chronischen Husten und dysphoe sollte man eine Infektion mit Lungenwürmern mittels Auswanderungsverfahren abklären. Da Lungenwürmer hochgehustet und abgeschluckt werden, können diese im Kot nachgewiesen werden.

Bitte beachten Sie: Die Sensitivität lässt sich durch Sammelkotproben von drei verschiedenen Kotabsätzen erhöhen.

 

Giardia sp. Antigen

Giardien sind häufig anzutreffende Darmparasiten; sie galten lange Zeit als unbedeutende Darmbewohner, mittlerweile wird ihnen aber ein gewisses Krankheitspotential zugeschrieben. Klinisch falle meist bei sonst unauffälligen Tieren vereinzelte blutge Kotabsätze auf. Der Giardien-Antigennachweis hat eine höhere Sensitivität als die mikroskopische Untersuchung.

Bitte beachten Sie: Die Sensitivität lässt sich durch Sammelkotproben von drei verschiedenen Kotabsätzen erhöhen.

 

Cryptosporidien Antigen

Cryptosporidien sind winzige, zu den Kokzidien gehörige, intrazelluläre Protozoen. Bei Rindern kommen diese recht häufig auf. Besonders Kälber machen eine Infektion mit Cryptosporidium parvum durch, welcher der häufigste Erreger bei Menschen und Säugetieren ist. Auch Lämmer, Ferkel und Fohlen können betroffen sein. Weit niedrigere Zahlen tauchen bei Hunden und Katzen auf, bei denen Symptome wie Diarrho mit Fieber und Verlust des Gewichtes vorkommen können.